Leseprobe (PDF Kinderbuch - Jugendbuch): Sonderband 1: Das IGEL-Team auf heißer Spur

Kinderbuch Jugendbuch ebook als PDF, Mobi und ePub erhältlich.

Wieder einmal tragen sich in der schönen Pfälzer Kurstadt Bad Bergzabern eigenartige Dinge zu. Schon das zweite Mal in einem Monat wird in einen Elektroladen eingebrochen, ohne Spuren zu hinterlassen. Obwohl die Polizei 5 Minuten nach dem Auslösen des Alarms Vorort ist, konnten die Diebe eine beachtliche Menge an Beute entwenden. Die Polizei steht vor einem Rätsel.

 

Wird das IGEL-Team auch diesen Fall lösen können?

 

Nachdem nun 10 Bände der Jugendbuch- eBook- Serie erschienen sind, wurde es höchste Zeit für diesen Sonderband für den Preis von nur 1,49 €.

Leseprobe

1. Endlich Wochenende
Der Himmel über Bad Bergzabern war wolkenlos und strahlend blau. Saftig grünes Gras zierte das Ufer des smaragdgrünen Sees, der durch die Sonneneinstrahlung zu leuchten schien. Ein süßlicher Blütenduft lag in der Luft. Die zartgrünen Bäume, die den See umsäumten, reflektierten sich auf der spiegelglatten Wasseroberfläche. Inmitten dieser paradiesischen Natur dümpelte ein Ruderboot mit vier Kindern.

„Es war eine tolle Idee, Georg, heute ein Boot zu mieten“, lobte Lisa frech grinsend.
„He! Das war meine Idee“, beschwerte sich Enzo.
„Ja“, bestätigte Georg, „das war Enzos Idee.“
„Ich weiß“, lachte Lisa, „ich wollte dich nur ein bisschen ärgern, Enzo.“
 „Ich habe mich doch nicht darüber geärgert?!“, widersprach Enzo.

„Doch. Meinst du, ich hätte nicht gesehen, wie du die Augen aufgerissen hast?“, amüsierte sich Lisa.
„Ich hatte nur Angst, weil ich befürchtete, du leidest an Gedächtnisschwund“, gab Enzo zurück und bekam von Lisa dafür einen Faustschlag auf den Oberarm.
„Was unternehmen wir eigentlich am Wochenende?“, fragte Georg und fuhr spielerisch mit der Hand durchs kühle Wasser.
Ingo schaute zum Himmel. „Morgen am Samstag soll das Wetter wieder schön werden. Am Sonntag soll es den ganzen Tag bewölkt sein, darum könnten wir am Sonntag wandern gehen.“
„Wandern klingt gut. Wir sind dabei“, sprach Lisa für alle.
Enzo schaute ebenfalls zum Himmel. „Kannst du das Wetter am strahlend blauen Himmel ablesen?“, wunderte er sich.
Ingo lachte. „Nein, das stand in der Wettervorhersage im Internet. Wie soll ich das Wetter vorhersagen, wenn der Himmel wolkenlos ist?“
„Was weiß ich?“, antwortete Enzo schulterzuckend, „du bist doch das Genie.“
„Ich kann vorhersagen“, mischte sich Lisa ein und zog damit alle Blicke auf sich.
„Du kannst das Wetter vorhersagen?“, war Enzo verblüfft.
„Das Wetter nicht, aber ich weiß, dass du Hunger hast“, scherzte Lisa.
„Volltreffer!“, rief Enzo.
Die Jungs setzten sich auf die Querbretter des Bootes für die Brotzeit bereit um Lisa herum. Dabei fing das Boot an, beängstigend zu schaukeln.
„Passt auf, sonst landen wir noch im Wasser“, mahnte Lisa. Sie packte die Brotdosen und die Trinkflaschen mit der Traubensaftschorle aus und verteilte sie unter den Anwesenden.
„Ein Sturz ins Wasser wäre wenig angenehm bei 16 Grad im Schatten“, bemerkte Ingo.
Dann aßen sie ihre Käsestullen mit Oliven und tranken dazu ihre Fruchtsaftschorlen. Nach der Stärkung packte Lisa die Trinkflaschen wieder in die Rucksäcke. Am Bootsrand klopfte sie die Krümel aus den Brotboxen.
„Für die Fische“, erwähnte sie beiläufig und verstaute die Boxen im Rucksack.
„Sag das dem hier“, sagte Enzo und zeigte auf den See.
Lisa drehte sich um und sah einen Schwan, der mit rasanter Geschwindigkeit auf das Ruderboot zusteuerte.
„Na prima, du hast die Schwäne angelockt“, sagte Georg grimmig und griff zum Ruder.
„Wage es nicht, nach dem Tier zu schlagen!“, fauchte Lisa.
„Unsinn. Ich will es mir nur vom Leib halten“, stellte Georg klar.
Doch der Schwan breitete die Flügel aus und ging zum Angriff über. Mit einem Satz war er im Boot und zwickte Enzo in den Arm.
„Aua!“, schrie er und wich dem Tier aus. Dabei schaukelte das Ruderboot wie eine Nussschale in tosenden Wellen.
„Vorsicht“, rief Lisa, und bevor sie ausgesprochen hatte, neigte sich das Boot zur Seite, worauf die vier Insassen schreiend ins kalte Wasser purzelten.
Der Schwan paddelte schnatternd davon, was sich anhörte, als wenn er lachen würde.
Die Kinder bibberten im kalten Wasser und klammerten sich am Bootsrand fest.
„Enzo!“, fauchte Lisa vorwurfsvoll.
„Was hätte ich tun sollen? Er hat mich angegriffen?!“, verteidigte sich Enzo.
„Zum Glück sind unsere Rucksäcke nicht aus dem Boot gefallen“, fiel Ingo nichts Besseres ein.
Mit aufheulendem Motor kam ein Boot auf sie zugefahren. „Die Rettungsschwimmer“, bemerkte Lisa.
Zwei junge Männer fischten die Kinder aus dem Wasser und brachten sie mit dem Ruderboot im Schlepptau ans Ufer.
„Geht es euch gut, oder sollen wir einen Krankenwagen rufen?“, fragte einer der Retter, „ich hole euch ein paar trockene Tücher.“
„Danke“, lehnte Georg ab, „das ist nur Wasser.“
„Ja“, bestätigte Lisa, „es ist halb so schlimm.“
„Wir werden gleich nach Hause gehen und uns umziehen“, spielte auch Ingo die Situation herunter.
„Seid ihr sicher, Kinder?“, fragte der andere Retter ungläubig.
„Natürlich sind wir sicher“, war auch Enzo mit seinen Freunden einer Meinung.
Die Kinder schulterten ihre Rucksäcke und eilten nach Hause. „Ich ziehe mir was Trockenes an und komme dann wieder rüber“, verabschiedete sich Enzo an der Haustür.
„Bis gleich, Enzo“, riefen Lisa, Georg und Ingo wie aus einem Mund.
Die Kinder stürmten nach oben in ihre Schlafzimmer und zogen sich um. Danach nahmen sie ihre nassen Sachen mit nach unten und hängten sie im Garten auf die Wäscheleine.
Lisa stutzte: „Schaut mal! Hier sind Löcher in den Blumen- und Gemüsebeeten?!“
Ingo kniete sich auf die Erde und untersuchte die Spuren. „Wir haben eindeutig einen Igel im Garten.“
„Ich liebe Igel“, freute sich Lisa, „denkst du, er lebt in unserem Garten?“
„Natürlich“, antwortete Georg, „sonst hätte er keine Spuren hinterlassen.“
„Das stimmt nicht ganz“, widersprach Ingo, „Igel haben ein Revier von 0,4 Quadratkilometern und legen in einer Nacht eine Strecke von 3 bis 5 Kilometern zurück. Es kann also sein, dass sie mehrere Gärten bei der Futtersuche durchkämmen.“
Enzo kam gerade wieder rüber und sah die Seifertskinder im Garten. „Was macht ihr hier?“
„Hilfst du uns, ein Igelhaus zu bauen?“, fragte Lisa, und überraschte damit auch Ingo und Georg.
„Meinst du ein Baumhaus für uns oder meinst du ein Haus für echte Igel?“
„Wir haben Igelspuren im Garten gefunden und ich will, dass sich das Tier bei uns heimisch fühlt“, berichtete Lisa.
„Okay“, stimmte Ingo zu, „Georg und ich, wir gehen nach hinten in den Garten und suchen passende Steine. Enzo sucht in der Garage nach einem Brett und du, Lisa, bringst uns trockenes Gras.“
Die Kinder machten sich an die Arbeit. Schnell war das Material zusammengetragen. Ingo platzierte die Ziegelsteine seitlich hochkant als Außenwände des Igelhauses und ließ eine etwa 10 Zentimeter breite Lücke als Eingang frei. Dann polsterte er es mit trockenem Gras aus. Zum Schluss legte er das Brett als Dach darauf, beschwerte es mit einem Stein und bedeckte es mit trockenem Gras.
„Fertig, jetzt müssen wir nur noch einen Behälter mit Wasser aufstellen“, sagte er.
Lisa eilte in die Küche und kam mit einem Schüsselchen Wasser wieder heraus. Zufrieden betrachteten die Kinder ihr Werk, als das Auto von Herrn Seifert in die Einfahrt fuhr.
„Hallo, Kinder“, grüßte Herr Seifert.
„Hallo, Papa“, grüßten Ingo, Georg und Lisa zurück.
„Hallo, Herr Seifert“, grüßte auch Enzo.
Schon wenig später saßen sie in der Küche und aßen zu Abend. Es gab Salzkartoffel, Spinat und Spiegelei. Zum Nachtisch wurde selbst gemachter Kirschjoghurt aufgetischt. Danach zogen sich die Kinder in Ingos Zimmer zurück und spielten Wissensquiz, bevor sich Enzo nach einigen Stunden verabschiedete und sie sich schlafen legten.

 

2. Der Zeitungsartikel
Am nächsten Morgen saßen die Kinder beim Frühstück. Die Mutter stellte das Körbchen mit dem frischen, knusprigen Toast auf den Tisch, begleitet mit den Worten: „Nachschub, Kinder.“
Enzo nahm sich sofort ein Stück auf den Teller, worauf ihn Lisa gespielt streng ansah. „Du hattest bereits drei Scheiben, Enzo!“
„Ja, aber eine Scheibe mit Erdbeermarmelade, die andere Scheibe mit Pfirsichmarmelade und diese hier wird mit Heidelbeermarmelade“, erklärte er, während er den Toast mit Butter, danach mit Heidelbeermarmelade bestrich.
„Dann ist ja alles gut. Ich dachte schon, du würdest kein Ende finden“, antwortete Lisa sarkastisch und nippte an ihrer Tasse mit der heißen Schokolade.
„Ich würde auch kein Ende finden, wenn ich dich nicht als meinen persönlichen Aufpasser hätte“, scherzte Enzo neckisch.
Die Mutter und Georg lachten. Ingo bekam davon nichts mit, weil er wie jeden Morgen in seinem Laptop vertieft war. Ganz nebenbei aß er seinen Toast und trank dazu heiße Milch.
Enzo verschlang den letzten Happen seines Marmeladenbrotes und spülte mit Kakao nach. „Was unternehmen wir heute eigentlich? Habt ihr bereits etwas geplant? Sollten wir heute unsere Wanderung machen?“
Lisa blickte Georg an, aber der schüttelte den Kopf.
 „Wir gehen Morgen wandern, weil es da laut Wettervorhersage bewölkt sein soll“, meldete sich Ingo plötzlich, „wie wäre es heute mit einem Picknick im Stadtpark?“
„Bestimmt wollt ihr im Park wieder Fußball spielen“, klagte Lisa, „spielen wir zur Abwechslung mal Handball?“
„Meinetwegen“, stimmte Georg zu, „aber erst spielen wir Fußball und danach Handball.“
„Das ist mir egal. Hauptsache wir spielen überhaupt Handball“, freute sich Lisa.